In der Praxis werden im Umgang mit Holz verschiedene Begriffe zur Holzfeuchte verwendet. So beschreibt die Normalfeuchte die Holzfeuchte, die sich unter normalen Klimabedingungen (20°C / 68% rel. Luftfeuchte) nach einer längeren Lagerung einstellen würde.

Holz hat in Mitteleuropa einen Feuchtegehalt von ca. 15 Vol.-% mit einer Schwankung zwischen 12% und 20%,  je nach Witterung und Jahreszeit. Im Sommer ist der Feuchtegehalt höher und im Winter hat Holz einen niedrigeren Wert, was Holz im Winter zum „knacken“ bringt. Umgangssprachlich wird das sich durch die Feuchteänderung einstellende „knacken“ mit der Umschreibung „Holz arbeitet“ bezeichnet.

Im Bauwesen wird die Holzfeuchte nach der DIN 68 365 „Bauholz für Zimmerarbeiten“ in die drei Kategorien „frisch, halbtrocken und trocken“ eingeteilt. Als „trocken“ wird eine mittlere Holzfeuchte bis maximal 20 Vol.-% bezeichnet.

Eine besondere Bedeutung als physikalischer Zustand hat der Begriff „Fasersättigung“. Wird Holz bis zu diesem Wert technisch getrocknet, besteht bei vielen Hölzern hier die Gefahr von Zellkollaps (Risse / ungleichmäßige Verformungen) und Verfärbungen.

Die Fasersättigung stellt sich bei einer rel. Luftfeuchte von knapp unterhalb von 100% ein. Unterhalb der Fasersättigung beginnt der Abbau der Feuchtigkeit aus den Zellwänden.

Je höher die Holzfeuchte, desto größer ist die Gefahr, dass das Holz von holzzerstörenden Pilzen bzw. Insekten angegriffen wird.

Doch hierzu demnächst mehr im Teil 3. zum Thema „Holzfeuchte“.

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